Fredys Geschichte
Jung und gesund...
Aber irgendwann wird man dann doch älter – und nach und nach nicht mehr so "gesund".
🦶 Die Sache mit den Füßen
Meine Reise aus der Gesundheit begann, als ich barfuß durch die sehr steinige, eisige Isar lief. Dabei habe ich mir eine Knochenhautentzündung an den Fußsohlen zugezogen. Ein Arzt meinte noch dazu: "Sie haben ja Senkfüße – Sie sollten dringend zu einem Orthopäden!" Damals war ich noch jung und hinterfragte wenig. Also besuchte ich einen Orthopäden, der mir natürlich half und mir Einlagen verschrieb. Der Prozess, bis ich schließlich "passende" Einlagen hatte, ist eine eigene Geschichte ;-)
Nun ja, ich trug die Einlagen nur wenig – insgesamt vielleicht 30 Minuten. Dann landeten sie im Müll, und ich begann, mich intensiv mit Gehen, Laufen und Füßen zu beschäftigen. Ich laufe noch heute so oft es geht mit dem original Schuh – ja, unseren eigenen Füßen – und genieße dabei ihre volle Perfektion. Und wenn es schon ein Schuh sein muss, dann bitte mit großer Zehenbox – und ohne Sprengung! Tja, "Sprengung" – ich wette, die wenigsten Schuhhändler kennen diesen Begriff. Und trotzdem ist es sehr wichtig.
🩺 Die Sache mit der Haut
Gutgläubig wie ich war, bin ich ein paar Jahre später noch einmal reingefallen. Ich bekam Hautausschläge an Beinen und Händen – mal stark, mal hier, mal dort. Die Hautärztin untersuchte alles sorgfältig, fertigte Bildanalysen an und bewahrte alles auf – nur um mir dann eine Cortison-Salbe zu verschreiben. So habe ich das tatsächlich einige Jahre fortgeführt. Bis ich irgendwann erfuhr, dass es eine Ursache dafür geben könnte – und dass diese im Darm bzw. im Mikrobiom liegen könnte. Diese Erfahrung brachte mich dazu, meine Gesundheit noch einmal neu zu betrachten.
🤔 Was ist Gesundheit eigentlich?
Laut Wikipedia ist Gesundheit ein körperlicher und geistiger Zustand eines Menschen. Darüber hinaus beschreibt Wikipedia Gesundheit auch als einen in kultureller und historischer Hinsicht vielschichtigen Begriff. Je nach wissenschaftlicher Disziplin wird sie unterschiedlich verstanden, und auch der subjektive Gesundheitsbegriff jedes Einzelnen variiert stark – zum Beispiel abhängig von Alter, Geschlecht, Bildung oder kulturellem Hintergrund.
Ist das nicht spannend? Körperliche Gesundheit existiert gar nicht als kollektives Ganzes – sie gibt es nur auf individueller Ebene. Jeder hat (theoretisch) sein eigenes Bild von Gesundheit und andere Umstände, die ihn gesund halten oder machen. Das ist eine wesentliche Erkenntnis, die jeder begreifen sollte. Kollektive Gesundheit hängt unmittelbar von der Summe unserer individuellen Gesundheit ab. Und die großen Probleme unserer Welt werden wir nur meistern, wenn jeder Einzelne an sich arbeitet.
Glücklicherweise ist diese weniger westliche Sichtweise mittlerweile auch bei uns im Westen angekommen und wird nach und nach alltagstauglich. Die Masse und das System brauchen wohl noch etwas Zeit, um sie vollständig zu integrieren.
🔄 Ver-rückt werden
Die Midlife-Crisis (englisch für „Krise in der Mitte des Lebens") sollte man sich unbedingt mal bei Wikipedia anschauen – so erschreckend, dass es fast schon lustig ist, wie solche Dinge dort beschrieben werden. Naja, wie hoffentlich jeder, macht man sich irgendwann seine Gedanken: größer, weiter, schneller, besser … Diese Ziele dienen nicht der Menschheit. Es sind Mainstream-Begriffe, die fast jeder unserer Generationen "eingefleischt" bekommen hat. Hinterfragen dagegen liegt uns weniger.
Beginnen wir also zu hinterfragen: Wenn wir mit allgemein anerkannten Meinungen nicht mehr einverstanden sind und uns unsere eigene Meinung bilden, dann sind wir ver-rückt. Wir haben unseren Standpunkt geändert – und sind damit nicht mehr „normal" ;-)
Und so bin ich heute: ver-rückt – und nicht mehr normal. Ich wünsche mir, dass alle ihren Standpunkt hinterfragen und bewusst entscheiden, ob sie dort, wo sie stehen, richtig stehen – oder ob sie gemeinsam mit vielen anderen lieber etwas verrücken wollen.
🛠️ Vom Hinterfragen zum Handeln
Irgendwann reichte mir das Hinterfragen nicht mehr. Ich wollte etwas tun. Also fing ich an zu bauen: Werkzeuge, die Zusammenhänge sichtbar machen. Bei dem was wir essen. Bei dem wie wir leben. Bei dem was wir für "normal" halten. Wissen vernetzen statt verstecken. Nicht um dir zu sagen, was richtig ist. Sondern damit du selbst entscheiden kannst. Das ist gsund.rocks. Mein Versuch, das System ein bisschen zu ver-rücken.